SLEEP editorial

Warum Schlafen so wichtig ist

Von Andreas Stollreiter
Lesezeit: ca. 2 Minuten


Es gibt keinen umfassenderen Erholungszustand für unseren Körper und unseren Geist, als den Schlaf. Er ist das wichtigste Regenerationsinstrument unseres Organismus und wenn wir nicht schlafen, sterben wir.

Wir schlafen, um die Belastung, den Schaden des Tages, den wir unserem Körper zuführen, wieder zu beheben, aber auch um die Energie, die wir durch Nahrung und Sonne tagsüber zu uns genommen haben, bestmöglich zu verwerten. Wenn wir nicht gut schlafen, regenerieren wir nicht gut und altern schneller. Wenn du also länger leben möchtest und auch gesund bleiben möchtest, ist Schlaf das WICHTIGSTE, was du beachten solltest.
Aber: Verbesserung des Schlafs heißt nicht nur, die Quantität zu optimieren, sondern auch die Qualität des Schlafs selbst. Beides ist gleich wichtig, die meisten Menschen achten jedoch insbesondere darauf, wie viele Stunden sie schlafen, nicht so sehr darauf, wie sie schlafen.

Meiner Überzeugung nach ist es bei anhaltenden Schlafproblemen von großer Relevanz, seinen Schlaf besser zu kennen. Das eigene Schlafverhalten während der Nacht zu kennen bedeutet, dass du das Beste aus deinem Schlaf herausholen kannst und ziemlich genau weißt, wo du ansetzen kannst. Technische Hilfsmittel können dir dabei helfen und dich bei dieser Analyse unterstützen, ohne dass du gleich ein Schlaflabor benötigst.

Du hast es vielleicht noch nicht gemerkt, oder darüber nachgedacht, aber wie wir schlafen, hat sich extrem verändert und unsere Gesundheit & Leistungsfähigkeit massiv herabgesetzt. Es ist ausreichend dokumentiert, dass wenn wir keinen optimalen Schlaf haben, unsere Gesundheit rasant abbaut. Wie stark schlechter Schlaf unsere Gesundheit beeinflusst, sehen wir beispielsweise in vielen Studien, die sich mit Aspekten beschäftigen wie der Auswirkung auf den Blutzucker, Entzündungszeichen im Körper, Stresshormon-Aufzeichnungen & Hormon-Profilen. Aber auch Blutdruck, Körpertemperatur, Herzratenvariabilität und die subjektiven Erscheinungen von den untersuchten Personen werden durch schlechten Schlaf stark negativ beeinflusst. Das zeigt uns, dass wir unserem Schlaf einen wirklich hohen Stellenwert einräumen sollten. 

Vielleicht hilft ein Blick auf das, was unsere Vorfahren in diesem Zusammenhang wahrscheinlich besser gemacht haben. Unsere moderne Gesellschaftsform hat den zirkadianen Rhythmus negativ beeinflusst. Über Millionen von Jahren lebten die Menschen in einem Rhythmus, der durch die Drehung der Erde und damit durch den Auf- und Untergang der Sonne vorgegeben war. Damit wurde ein Schlaf-Wach-Rhythmus angelegt, der sich jedoch im Laufe der Industrialisierung immer weiter von seinem natürlichen Ursprung entfernt hat. Heute halten sich nur noch wenige Menschen an den zirkadianen Rhythmus oder gar an ihre innere Uhr. Der damit häufig verbundene schlechte Schlaf hat erhebliche Auswirkungen auf alle möglichen Bereiche des Wohlbefindens. Guter Schlaf ist essentiell für mentale, physische Gesundheit und Leistungsfähigkeit jeder Art. Guter Schlaf ist wichtig für ein gut funktionierendes, stabiles Immunsystem, für Wundheilung und einen funktionierenden, wachen Geist. Doch guter Schlaf hängt auch maßgeblich von einem ausgeglichenen vegetativen Nervensystem ab.

Blaulicht beispielsweise existiert nirgendwo in der Natur. Doch Blaulicht hält uns davon ab, Melatonin, unser Schlafhormon, zu produzieren. Einer von vielen Gründen, warum unsere Vorfahren besser geschlafen haben, als wir. Viele von uns nutzen doch noch die Ruhe am Abend für eine Serie, einen letzten Check des Smartphones oder lassen sich digital berauschen - wundern sich allerdings gleichzeitig, warum sie schlecht schlafen.

Ein weiteres Geheimnis unserer Vorfahren war das sogenannte „Grounding“ oder auch “Erden''. Ursprünglich haben wir  evolutionär auf dem Boden geschlafen, auf einem Bett aus Blättern, in einem Busch oder in einer Höhle. Wir hatten somit einen konstanten Austausch von Elektronen, zwischen Körper und Erde, die als Antioxidantien wirken, Entzündungen reduzieren und die Selbstheilung während des Schlafes fördern. Wer schläft heutzutage noch geerdet?! Als Heilpraktiker und Osteopath kann ich daher auch aus meiner jahrelangen Praxis heraus nur empfehlen, das Grounding soweit möglich in den Alltag zu integrieren. Ob du dabei für ein paar Minuten mit dem Körper auf der Erde liegst, oder barfuß über eine Wiese spazierst. 

Zu verstehen, was unseren Schlaf und unsere Schlafqualität ausmacht, aber auch wie sich unser Schlafverhalten grundsätzlich gegen unsere natürliche Ausrichtung entwickelt hat, um dann die Störfaktoren zu identifizieren und zu eliminieren, kann helfen, wieder die Kontrolle über den Schlaf zu erhalten.

Beauty & Health Experte

Andreas Stollreiter

Physiotherapeut und Osteopath, ganzheitlicher Mental- und Fitness-Coach und Co-Founder der Marke HOLIVITAL.  

"It´s not fitness. It´s life." Das ist die Einstellung von Andreas Stollreiter – und es ist die Basis für die neue, einzigartige holistic brand, die körperliche und mentale Fitness auf einem innovativen, ganzheitlichen Ansatz vereint.