SLEEP editorial

Wie beeinflussen Lärm und Licht deinen Schlaf?

Von Greta Wagner
Lesezeit: ca. 5 Minuten


Licht, so sehr wir es meist lieben, kann ebenfalls ein Störfaktor unserer nächtlichen Ruhe sein. Alle biologischen Prozesse des menschlichen Organismus haben sich auf den Wechsel von Tag und Nacht, also hell und dunkel abgestimmt. Viele Reparaturprozesse unseres Körpers finden nur Nachts, während unseres Schlafs statt. Und Schlaf ist das wichtigste Regenerationsinstrument unseres Organismus. Licht entscheidet maßgeblich darüber, ob wir wach bleiben und wann wir aufwachen. Das wachmachende blaue Licht ist nicht nur in der Sonne, sondern auch in LED-Bildschirmen, Neonlicht und sogar gelegentlich in Energiesparlampen enthalten. Blaues Licht imitiert Tageslicht und verhindert so, dass unser Körper Melatonin produziert, das wir dringend brauchen, um müde zu werden. Wenn Licht und Lärm zusammenkommen, ist die Wirkung besonders stark. Da uns Lärm wach hält oder aufweckt und das Licht zugleich daran hindert, wieder Ruhe zu finden oder einzuschlafen. So entstehen unruhige Nächte und schlechter Schlaf. Gelblicher Kerzenschein, oder gar Rotlicht hingegen beeinflussen die inneren Zeitmesser kaum.

Und noch ein kleiner Tipp: achtet bei abendlicher Beleuchtung Zuhause darauf, dass Lampen eher tiefer stehen und ihr Licht nicht von der Decke entfalten. Das Gehirn nimmt tiefstehendes Licht entsprechend der tiefstehenden Sonne wahr - so bleibt ihr am ehesten in Eurem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.

Welche kurz- und langfristigen Auswirkungen hat das?

Lärm und Licht beeinträchtigen nicht nur die Qualität unseres Schlafes, sondern auch unsere Gesundheit. Zu den kurzfristigen Folgen zählen:

  • Schlaflosigkeit

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsschwäche

  • Müdigkeit

Langfristig können aber auch ernsthafte Krankheiten folgen, wie Bluthochdruck, Diabetes und sonstige Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Natürlich sind dabei auch die psychischen Folgen von zu viel Schlafmangel nicht zu vergessen.

Wie können wir uns vor den negativen Auswirkungen von Lärm und Licht schützen?

Am besten ist es, zum Schlafen den ruhigsten Ort eures Zuhauses zu finden. Richtet euch dort möglichst nur zum Schlafen ein und macht es euch so gemütlich, dass das Zubettgehen für euch schon eine Freude ist.

  • Sorge für eine gute Verdunkelung: Hilfreich dafür sind zum Beispiel Rollos oder Vorhänge an den Fenstern, beides ist ohne Bohren auch mit einem Klemmsystem möglich. Optimal sind Verdunkelungen mit Blackout-Stoff, der den Schlafbereich vor Tageslicht schützt.

  • Wenn du schon im Bett liegst, solltest du auf LED-Licht verzichten: Auch das Handy, Fernseher oder die späte Netflix-Folge auf dem Laptop sollten möglichst eine Stunde vor dem Einschlafen ausgeschaltet werden, damit der Körper in die optimale und so wichtige Melatonin-Produktion kommen kann. Stattdessen könnt ihr euch mit einem Buch entspannen, ruhige Musik hören, einem Podcast folgen oder meditieren.

  • Für den Schlaf selbst: sind auch Augenmasken oder Ohrstöpsel unterstützend, um äußere Einflüsse zu reduzieren.

Episode 1

Mit Yoga zur inneren Balance - Annika Isterlin

In dieser ersten Episode spreche ich mit Annika Isterling über Ihren Weg auf der Suche nach innerer Balance und sich selbst und wie sehr auch Yoga sie auf diesem Weg begleitet, unterstützt und inspiriert hat.

Experte

Greta Wagner

Greta arbeitet als freie Redakteurin und Trendscout für uns. Begeistert von medizinsichen und gesundheitsrelevanten Themen, erklärt sie uns liebevoll komplexe Zusammenhänge und dabei immer am Zahn der Zeit. Health, Beauty und Lifestyle sind Gretas Steckenpferde. Wenn sie nicht gerade mit Kind und Hund im dänischen Strandhaus abhängt und für ordentlich Balance sorgt, versorgt sie uns mit jeder Menge News, Trends und Tipps.