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FOOD editorial

Unsere heimischen Super-Foods und deren Superkräfte

Von Janina Grimmiger
Lesezeit: ca. 5 Minuten


Ständig sind wir auf der Suche nach dem neuesten Super Food, haben es aber eigentlich direkt vor der Haustür: Beeren! Heidelbeeren, Brombeeren oder beispielsweise Johannisbeeren sind prima Antioxidantien-Lieferanten, die gegen freie Radikale wirken. Diese beschleunigen die Hautalterung und sind für Falten und Altersflecken verantwortlich. Würden wir jeden Tag eine Hand voll Beeren essen, stärken und schützen wir unsere Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen. In dem enthaltenen natürlichen Farbstoff namens Anthocyan stecken die meisten Antioxidantien. Also je dunkler die Beeren, desto mehr des Anti-Aging-Farbstoffs.

Antioxidantien schützen die Zellen in unserem Körper. Nehmen freie Radikale überhand, entsteht ein krankmachendes Ungleichgewicht und man spricht von oxidativem Stress. Dieser ist Schuld an vielen Altersprozessen und Entstehung vieler Erkrankungen. Antixodantien fangen freie Radikale ab und mindern ihre Wirkung, das hilft auch dem Immunsystem.

Das fördert die Bildung freier Radikale

  • Ungesunde Ernährung
  • Alkohol und Nikotin
  • Körperlicher und seelischer Stress
  • Entzündliche Prozesse
  • Schadstoffe
  • Medikamente

Mix it!

Jede Beere hat andere Vorzüge. Daher sollten sie im Mix verzehrt werden, um den ganzen Körper positiv zu beeinflussen. Am besten immer mit Schale verzehren, um von den antioxidativen Vorteilen zu profitieren. Beerenobst ist durch den hohen Ballaststoff- und Wasseranteil auch ideal bei Diäten.

Gesunde, heimische Beeren:

Brombeeren sind reich an Pflanzenfarbstoffen und haben einen hohen Eisengehalt. Neben schwarzen Johannisbeeren und Blaubeeren zählen sie zu den drei Beeren mit dem höchsten Anthocyanen-Gehalt. Saison: August bis Oktober.

Erdbeere. Beim Vitamin C-Gehalt schlagen Erdbeeren (60 mg/ 100 g) sogar Zitrusfrüchte. Außerdem wind sie reich an Mineralstoffen wie Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium oder Kalzium. Saison: Ende Mai bis Juli.

Johannisbeeren kommen in rot, weiß und schwarz daher. Mit 130 mg Vitamin C pro 100 g sind sie dreimal so vitaminreich wie z.B. Zitronen. Die rote Sorte ist am säuerlichsten. Die schwarze Johannisbeere hat Studien zufolge am meisten Anthocyane (dicht gefolgt von Blaubeeren). Saison: Ende Juni bis August.

Heidelbeere, auch Blau- oder Schwarzbeere genannt ist die meist gegessene Beere weltweit. Unsere Kulturheidelbeeren stammen von der amerikanischen und nicht von der europäischen Heidelbeere ab. Die europäische Beere hat ein farbiges Fruchtfleisch, die amerikanische Sorte hat ein helles. Das ist weniger aromatisch, dafür aber widerstandsfähiger und größer. Dagegen ist die Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyane und Vitaminen in der europäischen, kleinen Beere deutlich höher. Saison: Ende Juni bis September.

Himbeeren sollten direkt nach der Ernte gegessen werden. So profitiert man vom außergewöhnlich hohen Vitamin C- und Magnesiumgehalt. Tipp: Blätter der Himbeer-Pflanze als Tee gegen Frauenleiden trinken. Saison: Juni bis September.

Holunderbeeren sind eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin A, B und C, die dem Immunsystem helfen, gegen Erreger anzukämpfen. Die Beeren haben außerdem einen hohen Anteil an gesunden ätherischen Ölen. Wichtig: Holunderbeeren nur vollreif ernten und niemals roh, nur als Saft oder z.B: als Gelee verzehren. Saison: August bis September.

Preiselbeeren sind im Vergleich zu den verwandten Cranberries wesentlich kleiner. Beide gehören zu den Heidelbeeren. Sie sind reich an Ballaststoffen und Gerbstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Darüber hinaus sollen sie bei Harnwegsinfekten Abhilfe schaffen, da sie . unter anderem die Bakterien in der Blase hemmen. Saison: August bis Oktober.

Stachelbeeren können grün, gelb, weiß oder rot sein. Sie haben nach Trauben den zweithöchsten Zuckergehalt. Püriert auf der Frühstücksbowl oder im Dessert stört niemand die eher feste Schale und wir können vom hohen Gehalt an Ballaststoffen, Folsäuren und Vitamin C der Beeren profitieren. Saison: Ende Mai bis August.

Tipp: Beim Kauf auf glänzende Schalen achten, das zeigt die Frische. Brüchige Stellen lassen das Obst schnell schimmeln. Auch die Aufbewahrung im Kühlschrank schützt davor und vor Fruchtfliegenalarm. Tiefgekühlte Beerenmischungen sind auch super, da die Früchte direkt nach der Ernte tiefgefroren werden und die meisten wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleiben.

Das Blaubeer-Smoothie-Rezept von @moai.newyork:

Hi ich bin's Svenja,

ich liebe es sehr, meinen Tag mit einem Smoothie zu beginnen! Es ist so eine tolle Möglichkeit, schon zum Frühstück eine grosse Portion Obst und Gemüse zu sich zu nehmen! Ausserdem hilfst du deinem Körper bei der Verdauung! Feste Lebensmittel müssen für die Verdauung zuerst verflüssigt werden. Dies kostet Energie und Zeit. Flüssige Mahlzeiten sind praktisch - es wird keine Zeit und Energie benötigt, um sie abzubauen.

Gekochte Lebensmittel verzögern das Entgiftungssignal weiter, da durch das Erhitzen von Lebensmitteln über 30° C die für die Verdauung benötigten Enzyme zerstört werden. Rohes Gemüse, Obst, Nüsse und Samen enthalten die Enzyme, die für die eigene Verdauung erforderlich sind. Aus diesem Grund liebe ich es auch sehr, ab und an am Abend einen Smoothie zu trinken! Hier ist eines meiner Lieblings Smoothie Rezepte:

BLAUBEER SMOOTHIE

  • 1 - 1 1/2 Tassen Mandelmilch (ungezuckert)
  • 1 Tasse Blaubeeren (frisch & gefroren)
  • 1 Tasse Baby Spinat
  • 1 Esslöffel Mandelmus  oder frische Mandeln

Optional: 

  • 1 Esslöffel Chia Seeds (ich weiche sie mir immer am Abend vorher in Wasser auf, dann sind sie verdaulicher)

Alle Zutaten in den Mixer geben. Ungefähr 45-60 Sekunden mixen, bis sie glatt und cremig sind.

Tipp: Um eine Smoothie Bowl zu machen, einfach 1/2 Tasse Milch verwenden. 

Kleiner Hinweis: Alle meine Rezepte sind mit dem amerikanischen CUP System. Ich liebe es mittlerweile sehr, mit "Tassen" zu backen und zu kochen - es geht so wunderbar schnell! Hier ist eine sehr grobe Übersicht: 

Ein Tasse entspricht einer "normalen" KaffeeTasse (230ml): 

  • 1 Tasse = 128 Gramm Mehl // 230 ml Flüssigkeit 
  • 1/2 Tasse = 64 Gramm Mehl  // 118 ml Flüssigkeit
  • 1/3 Tasse = 43 Gramm Mehl  // 78 ml Flüssigkeit
  • 1/4 Tasse = 32 Gramm Mehl  // 50 ml Flüssigkeit

Ich hoffe, der Smoothie schmeckt euch - ihr könnt ohne Probleme die Blaubeeren mit anderen Beeren ersetzen und noch nach Belieben abschmecken und zB Zimt, Ingwer oder Minze hinzugeben.

Bleibt gesund!

Alles Liebe,

xo

SVENJA

Beauty & Health, Food & Kitchen, Well-being Experte

Janina Grimmiger

Seit vielen Jahren arbeitet Janina als freie Beauty- und Lifestyle-Redakteurin für deutsche Magazine. Wir freuen uns ganz besonders, dass sie mit uns eintaucht in die Welt all der Dinge, die uns gut tun, uns in Balance bringen - und Freude schenken.