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FOOD editorial

A healthy outside starts from the inside

Von Janina Grimmiger
Lesezeit: ca. 4 Minuten


Spinat und Co bekommen jetzt Konkurrenz und das von noch jüngerem Gemüse. Diese kleinen Blättchen haben es aufgrund ihrer Nährstoffdichte echt in sich und gehören auf den Teller! Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir 400g Gemüse am Tag zu uns nehmen. Nur die wenigsten schaffen dies. Daher ist es sinnvoll, mit Microgreens unseren Nährstoffbedarf geschmackvoll und auf natürliche Weise aufzufüllen.

Was sind Microgreens?

Kurz nach dem Keimen des Samens, wenn sich das erste kleine Blattpaar gebildet hat, steckt in den Jungpflanzen die geballte Ladung Energie, die das Gemüse zum Wachsen braucht und die wir jetzt für uns nutzen können.

Die Konzentration an gesunden Inhaltsstoffen wie Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe bis hin zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren oder Proteinen ist bei Microgreens um ein Vielfaches höher als bei dem ausgewachsenen Gemüse, daher wird es als Superfood bezeichnet. 

Würde man den Nährstoffgehalt der Keimpflanze mit dem des Gemüses bei gleichem Gewicht messen, haben die jungen Blätter ein Vielfaches mehr zu bieten. In jungen Pflanzen ist die Konzentration von gesunden Inhaltsstoffen besonders hoch, da sie diese zum Heranwachsen benötigen. Außerdem enthalten Microgreens Ballaststoffe, diese machen satt und unterdrücken so das Hungergefühl, das zum Beispiel auch beim Abnehmen unterstützend wirkt.  

Die Keimpflanze des Brokkoli enthält mehr Vitamin E und deutlich mehr Beta Carotin als ein ausgewachsener Brokkoli. Das Gemüse besitzt dafür mehr Vitamin C als die Miniversion. Daher sollte auf echtes Gemüse natürlich nicht verzichtet werden.


Wann werden Microgreens geerntet?
365 Tage im Jahr können wir unser Lieblingsgemüse ganz platzsparend auf der Fensterbank im Pflanzset und in Bioqualität selber anbauen. 

Nach etwa 7-14 Tagen, je nach Gemüsesorte, wenn sich an der Sprosse das erste Blattpaar gebildet hat und die Pflanze etwa 10-15 cm erreicht hat, kann mit der Schere das Microgreen 3 cm über dem Boden abgeschnitten und direkt verzehrt werden.

Wie kann man Microgreens zubereiten?

Die unterschiedlichen Gemüsesorten weisen aufregende Geschmacksrichtungen von süßlich, mild, erfrischend bis würzig-scharf auf. 

Der Geschmack ist intensiver als der des reifen Gemüses, so sind solo oder in Kombination neue Geschmackserlebnisse und Wow-Momente bei Mitessern vorprogrammiert. 

Die knackigen kleinen Pflanzen sind perfekt zum Würzen und Dekorieren von Speisen, jedoch sollte eine größere, frisch geerntete Menge des Superfoods roh verzehrt werden, um einen gesundheitlichen Vorteil zu erzielen. 

Jede Speise kann durch Microgreens aufgewertet werden. Selbst eine einfache Tiefkühlpizza erlebt durch ein Supergreen-Topping ein Geschmacks- und Nährstofferlebnis der besonderen Art.

Microgreens sind aber auch auf dem Butterbrot genauso lecker wie im Smoothie oder als Salatzutat.

Wenn Du oder Deine Kids es eher mild mögen, sind Sorten wie Kohlrabi oder Rotkohl perfekt. Diese erinnern an jungen Kohl oder haben einen erfrischenden Geschmack.
Nur Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Auberginen sind ungeeignet als Supergreen. Wir wünschen einen gesunden Appetit und freuen uns natürlich auch über Eure Rezepte und Erfahrungen. Immer her damit - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Beauty & Health, Food & Kitchen, Well-being Experte

Janina Grimmiger

Seit vielen Jahren arbeitet Janina als freie Beauty- und Lifestyle-Redakteurin für deutsche Magazine. Wir freuen uns ganz besonders, dass sie mit uns eintaucht in die Welt all der Dinge, die uns gut tun, uns in Balance bringen - und Freude schenken.