SLEEP editorial

"Screenfrei" nach 20 Uhr - ein Selbstversuch.

Von Lisa Fenk
Lesezeit: ca. 2 Minuten


Wer kann sich vorstellen, sein Schlafverhalten zu beobachten und Veränderungen dahingehend festzuhalten, wenn nach 20 Uhr weder Handy, noch TV, noch Laptop verwendet werden. Also keine Screens, keine Strahlungen, keine x-hundert Inputs pro Minute durch Instagram, Pinterest und Co. 
Als die Frage nach einem Versuchskaninchen bei uns aufkam, war ich sofort dabei. Irgendwie muss ich ja mein - von meinem Freund - diagnostiziertes Suchtverhalten in den Griff bekommen - und warum nicht so?! 
Und natürlich ist ein guter Schlaf wichtig, also warum nicht auch da etwas verbessern. Ich würde behaupten, ich schlafe meistens gut. Dennoch wache ich nachts häufiger auf, schaue auf die Uhr, schlafe wieder ein, wache wieder auf, muss auf die Toilette. Dazu noch ein vierbeiniges Fellknäuel alias Katze, die meistens nach draußen will zwischen 4.00 Uhr und 5.00 Uhr.

Also starte ich damit an einem Montag, ungefähr eine Woche vor meinem Geburtstag. Was soll ich sagen, die erste Woche war ein Kampf. Nach einem Arbeitstag, der in der Regel bis 18 Uhr geht, einer 40-minütigen Autofahrt, einem gemeinsamen Abendessen von 19.00 Uhr bis 19.30 Uhr bleiben also nur noch 30 Minuten Zeit - für WhatsApp-Nachrichten, die über den Tag eingetrudelt sind, für Orga-Themen für die Party am Wochenende, für ein Telefonat mit meiner Mama, für einen Rundumblick was auf der Welt an diesem Tag so passiert ist und so weiter. 
Da kann man schon mal kurz vor einer Panikattacke stehen, bei der Frage, wie man das wohl alles schaffen soll. Naja, und so wurde aus 20 Uhr Planzeit in der ersten Woche irgendwas zwischen 21.00 Uhr und 21.30 Uhr. Ziel nicht erreicht, Motivation irgendwie im Keller, 24 Stunden sind einfach zu wenig Zeit, aber der Wunsch nach einem 30 Stunden Tag ist ja auch irgendwie der Falsche. 

Dann war das Wochenende um, die Party war gut, alle waren glücklich, der normale Alltag konnte wieder starten. Woche zwei des Selbstversuchs startete. Und was soll ich sagen, auch hier war 20 Uhr wieder richtig knapp. Ich habe mich mit mir selbst einfach auf 20.30 Uhr geeinigt und es hat super funktioniert. Mit einer guten Zeitplanung, also Pi mal Daumen 10 Minuten für WhatsApp (keine Sorge - das reicht allemal), 10 Minuten für Instagram & Co., 20 Minuten für Telefonate mit Freunden und Familie waren wunderbar. Und es blieben sogar noch ein paar Minuten übrig für die ein oder andere Online-Shoppingtour - Das beste daran?! Man überlegt sich vorher schon genau, was man will und nach was man sucht.

Aber um was ging´s hier eigentlich nochmal? Ach ja, genau - was passiert mit dem Schlaf? Zu Woche 1 braucht es sicherlich keinen weiteren Kommentar. In Woche 2 war ich ganz schön erstaunt. Um 22 Uhr ab ins Bett, sofort eine starke Schläfrigkeit verspürt und direkt war ich im Land der Träume. Mein Körper war entspannt, meine Beine ruhig, fast kein Gedankenkarussell. Definitiv eine Veränderung! Ein kurzes Aufwachen in der Nacht blieb meistens schon, aber ich konnte direkt wieder in den Schlaf finden. Das einzige, was sich nicht verändert hat, ist die Katze - das ist natürlich in Ordnung. Dafür bin ich morgens deutlich frischer, erholt und auch mit etwas mehr Energie in den Tag gestartet. 

Für mich ein erfolgreiches Experiment, was mich dazu motiviert, es weiterhin zu versuchen. Ob es immer klappen wird? Wahrscheinlich nicht. Aber die positiven Effekte sind eine Motivation und zeigen mir, was kleine Veränderungen tatsächlich bewirken können.

Experte

Lisa Fenk

Die Gründung von yoself hat Lisa hautnah miterlebt und ist eine der ersten Kolleginnen, die tagtäglich dabei unterstützt yoself zu etwas großem und besonderen zu machen. Auch Lisa ist mit unserem Sortiment bestens vertraut und prüft als Testimonial neue Brands und Tipps unserer Experten auf Herz und Nieren.