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Well-being editorial

Hygge – in der Ruhe liegt die Kraft.

Von Janina Grimmiger
Lesezeit: ca. 3 Minuten


Der ständige Blick aufs Handy, das Social Media-Ich pflegen und der damit verbundene Materialismus. Höchste Zeit für eine Pause und mehr Me-Time, mehr Us-Time! Ein gemütliches und geselliges Umfeld, so wie Hygge es vorsieht. Ein Zufluchtsort fernab von Konkurrenzdenken und Stress.

Wir haben alle ein immer stärker werdendes Streben nach Sicherheit, Ruhe und Balance im Leben, und das kommt nicht von ungefähr. Das Gefühl, immer funktionieren zu müssen, und die ewige Selbstoptimierung, rauben Lebensenergie und auch wertvolle Momente. Wer dauerhaft in Action ist und etwas bewegen möchte, braucht Zeit für sich, um seine Reserven zu füllen. Zeit für Selbstverwirklichung, Kreativität und die Gesundheit, körperlich und seelisch. Hier setzt der Hygge-Lifestyle an, denn Hygge steht auch für Selbstliebe und wie man sich und andere mit kleinen Dingen glücklich machen kann.

Hygge ist ein Modell, selbst glücklich zu sein, anderen Freude bereiten zu können und zusammen glücklich zu sein. Es schafft ein Bewusstsein für das Hier und Jetzt: Jetzt einen Keks oder eine heiße Dusche genießen zu können, jetzt mit Freunden in schönen Momenten, wie einem Kaminabend oder einem Picknick, verweilen zu können. Mehr Genuss und mehr Gelassenheit in sein tägliches Leben zu lassen. Mehr Gefühl für das eigene Leben und sein Umfeld zu bekommen. Für die Erfinder, die glücklichen Dänen, ist neben kleinen Entspannungen im Alltag auch ein hyggeliges Zuhause wichtig, mit viel Kerzenlicht! Ein Däne verbraucht bis zu 6 kg Kerzen in einem Jahr. Es entspannt uns, in die Flamme zu schauen.

Wie wird mein Leben und mein Umfeld hyggeliger?

Hygge ist ein beruhigender Stil. Wie in der Mode gibt es einen Grundton, (meist) weiß. Dann werden einfarbige Textilien in sanften Farben ergänzt, nichts Schrilles. 


Warmes Licht und Kerzenschein schaffen Gemütlichkeit. Schöne Kerzen und Duftkerzen regen die Sinne an und verleihen Flair.

  1. Hygge kann man auch anfassen: Daher sind Kissen, Decken und Teppiche, in natürlichen Tönen und verschiedenen Strukturen, wesentliche Bestandteile des Stils. Auch die Möbelstücke sind schlicht und aus Naturmaterialien.
  2. Hygge geht durch den Magen. Daher gehört eine Tasse Tee oder Gebäck unbedingt zum Zusammensein oder als Belohnung für dich zwischendurch dazu.
  3. Der Hyggekrog ist ein Rückzugsort, eine Ecke zum Entspannen. Das kann z.B. ein Sessel oder ein Sofa sein, auf dem man ein gutes Buch oder eine Serie genießen kann. 
  4. Zeit für liebe Freunde: Einladen, zusammen kochen, Spiele- oder TV-Abende veranstalten. Traditionen schaffen und Zusammensein ist das Herzstück von Hygge. Regelmäßige Treffen mit Freunden und Familie stärken das Wohlbefinden.
  5. Befreie Dich von Hektik und Stress des Alltags. Überlege, was dich glücklich macht! Peppe deinen Tag dann damit auf: z.B. ein warmes Bad, Kerzen oder einen Spaziergang. Das wirkt wie ein Akku und füllt die Reserven wieder auf.
  6. Im Hier und Jetzt leben, dazu gehört Achtsamkeit: Eigne dir dein persönliches Wohlfühl-Wissen an. Beobachte dich dafür eine Weile. Höchstwahrscheinlich kommst du schnell dahinter, welche kleinen Dinge für dich den Unterschied machen und welche Menschen du gerne um dich hast, um dich geborgen zu fühlen. Es ist wichtig zu wissen, dass es in dieser Zeit nichts Besseres geben kann. Yoga oder Meditation können dir auch helfen, besser in der Gegenwart zu leben.

Und der beste Moment für einen Anfang ist hier und jetzt! Hygge kann jeder lernen. Um dich vom Alltagsstress zu entspannen, tue jeden Tag das, was dir ein gutes Gefühl gibt – dann kommt Hygge von ganz alleine. 

Unsere Hygge-Favourites

Beauty & Health, Food & Kitchen, Well-being Experte

Janina Grimmiger

Seit vielen Jahren arbeitet Janina als freie Beauty- und Lifestyle-Redakteurin für deutsche Magazine. Wir freuen uns ganz besonders, dass sie mit uns eintaucht in die Welt all der Dinge, die uns gut tun, uns in Balance bringen - und Freude schenken.